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Umsatzsteuerfreiheit von Bildungsleistungen ab dem 1.1.2013

Der Gesetzgeber plant für nächstes Jahr eine Änderung im Umsatzsteuergesetz, die für alle Anbieter von Bildungsleistungen im weiten Sinne relevant sind. Es handelt sich bisher lediglich um einen Gesetzentwurf.

Wir halten Sie auf dem Laufenden über den weiteren Gang der Dinge. Zumindest sollte sich jeder auf die evtl. Neuregelung vorbereiten. Für Fragen stehen wir zur Verfügung.

Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung
Betroffen sind alle Dienstleistungen die der Ausbildung, Fortbildung oder beruflichen Umschulung dienen. Gemeint sind alle Schulungsmaßnahmen mit direktem Bezug zu einem Gewerbe oder einem Beruf sowie jegliche Schulungsmaßnahmen, die dem Erwerb oder der Erhaltung beruflicher Kenntnisse dienen, wobei die Dauer der Ausbildung, Fortbildung oder beruflichen Umschulung hierfür unerheblich sein soll.

Steuerbefreiung für Tagesseminare
Die Bundesregierung beabsichtigt, dass auch Tagesveranstaltungen sowie einzelne Vorträge, die evtl. Bestandteil eines Tages- oder Kurzseminars sind, steuerfreie Bildungsleistungen erbracht werden.

Einschränkungen für Leistungen der Freizeitgestaltung
Die Leistungen, die der reinen Freizeitgestaltung dienen, sollen umsatzsteuerpflichtig bleiben. Eine Umsatzsteuerbefreiung kann allerdings in Betracht kommen, wenn die Leistung keine systematische
Gewinnerzielung anstrebt und etwaige Gewinne zur Erhaltung oder Verbesserung der Bildungsleistungen reinvestiert werden.

Auswirkungen der Neuregelung
Für die ab 1.1.2013 erbrachten Fortbildungsleistungen, insbesondere im Rahmen von Tages- oder Kurzseminaren, bedeutet die künftige Umsatzsteuerbefreiung einen Systemwechsel. Mit der neuen Steuerbefreiung auf der Ausgangsseite verliert der Unternehmer auf der Eingangsseite auch das Recht zum Vorsteuerabzug. Die Preise für
Seminarveranstaltungen müssen deshalb von Grunde auf neu kalkuliert werden. Es entfällt die Möglichkeit, aus Aufwendungen und Investitionskosten die Vorsteuer zu ziehen (z.B. aus Gebäudeunterhaltungskosten, Reisekosten, Materialkosten, Werbekosten, Anmietung oder Ankauf von Betriebsanlagen wie Beamer und Beschallungsvorrichtungen etc.). Bisher abziehbare Vorsteuer werden zu Kosten, d.h. die Marge sinkt in der Regel um 19%.

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