Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden

Weitere Informationen

Sie haben Fragen oder wünschen einen Bertaungstermin?
Tel.: 06103 / 9031-50
Mo. bis Fr. von 9.00 bis 17.00 Uhr

Neuregelung: Gelangensbestätigung

Zum 01.10.2013 haben sich die gesetzlichen Vorschriften zum Buch-und Belegnachweis bei innergemeinschaftlichen Lieferungen geändert.

Es sind insbesondere über die folgenden Punkte Aufzeichnungen zu führen:

  1. USt-IdNr. des Abnehmers
  2. Name und Anschrift des Abnehmers
  3. Gewerbezweig/ Beruf des Abnehmers
  4. Handelsübliche Bezeichnung und Menge des Liefergegenstandes
  5. Tag der Lieferung
  6. vereinbartes Entgelt
  7. Art des Warentransports (Versendung/ Beförderung) in das übrige Gemeinschaftsgebiet
  8. ggf. Art und Umfang einer Be- oder Verarbeitung vor Übersendung in das übrige Gemeinschaftsgebiet

Der Buchnachweis ist unter anderem anhand der folgenden Unterlagen und Daten zu erbringen:

- Rechnungsdoppel
- Gelangensbestätigung etc. (Belegnachweis)

  1. Es gibt eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2013.
  2. Für die Gelangensbestätigung ist kein bestimmtes Übermittlungsverfahren vorgeschrieben. Die Unternehmen sind vielmehr frei in ihrer Entscheidung, in welcher Weise sie die Bestätigung übermitteln. Diese können den Lieferanten daher in allen denkbaren Formen und damit auch elektronisch erreichen. Für die Archivierung der Gelangensbestätigung gilt grundsätzlich „das übliche“. Bei E-Belegen verweist die Finanzverwaltung für die Anforderungen an die Lesbarkeit und die Archivierung auf die GoB und GDPdU.
  3. Zur Gelangensbestätigung per E-Mail hat sich das BMF unter gliederungspunkt I.7 nun ausdrücklich wie folgt geäußert: „…Eine auf elektronischem Weg erhaltene Gelangensbestätigung kann für Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite: www.kasperzyk.de Steuerbüro Martin Kasperzyk - Rheinstraße 37-39 – 63225 Langen Seite 2 umsatzsteuerliche Zwecke auch in ausgedruckter Form aufbewahrt werden. Wird die Gelangensbestätigung per E-Mail übersandt, soll, um den Nachweis der Herkunft des Dokuments vollständig führen zu können, auch die E-Mail archiviert werden, die für umsatzsteuerliche Zwecke ebenfalls in ausgedruckter Form aufbewahrt werden kann. Die Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme (vgl. BMF-Schreiben vom 7.11.1995, BStBL I S. 738) und die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (vgl. BMF-Schreiben vom 16.7.2001, BStBl I S. 415, und vom 14.9.2012, BStBl I S. 930), bleiben unberührt.“
  4. Die Gelangensbestätigung kann als Sammelbestätigung ausgestellt werden. In dieser können Umsätze aus bis zu einem Quartal zusammengefasst werden (§ 17a Abs. 2 Nr. 2 S. 2 und 3 UStDV). Die Finanzverwaltung bietet hierzu keine Mustervorlagen an.
  5. Auf Drängen der Wirtschaft hat das BMF nunmehr auch eine Kleinbetragsregelung eingeführt: Bei der Versendung eines oder mehrerer Gegenstände, deren Wert insgesamt 500 EUR nicht übersteigt, kann der Nachweis der innergemeinschaftlichen Lieferung durch eine schriftliche oder elektronische Auftragserteilung sowie durch einen Nachweis über die Entrichtung der Gegenleistung für die Lieferung erbracht werden. PRAXISHINWEIS Die Vereinfachung gilt aber nicht für Abholfälle (sog. „Verkäufe über die Ladentheke“). In diesem Fällen hält die Finanzverwaltung also die Gelangensbestätigung oder einen Alternativnachweis für erforderlich. Zusätzlich sollte von demjenigen, der die Ware tatsächlich abholt, wie bisher die Abnehmerversicherung eingefordert werden.

- Kundendaten (hinterlegte Stammdaten, (USt-IdNr., etc)

Sämtliche Daten ergeben zusammen den erforderlichen kompletten Nachweis für die steuerfrei innergemeinschaftliche Lieferung. Der Belegnachweis kann wie folgt erbracht werden:

- Gelangensbestätigung nach § 17a Abs. 2 Nr. 2 UStDV n.F.
- Belege i.S.d. § 17a Abs. 3 UStDV n.F., wie z.B.:

  1. Versendungsbeleg
  2. andere handelsübliche Belege z.B. mit einer Bescheinigung des beauftragten Spediteurs
  3. schriftliche oder elektronische Auftragserteilung mit Protokoll des mit der Beförderung Beauftragten
  4. Empfangsbescheinigung eines Postdienstleiters über die Entgegennahme der Postsendung

- andere Belege und Beweismittel, aus denen sich das Gelangen des Liefergegenstandes in das übrige Gemeinschaftsgebiet an den Abnehmer ergibt (A 6a.2 Abs. 6 S. 7 UStAE)
- Bestätigung der Abgangsstelle bei gemeinschaftlichem Versandverfahren
- EMCS-Eingangsmeldung der Behörde des anderen Mitgliedstaats (bei verbrauchssteuerpflichtiger Ware)
- Dritte Ausfertigung des vereinfachten Begleitdokuments, für Zwecke der Verbrauchssteuerentlastung für das zuständige Hauptzollamt (bei verbrauchssteuerpflichtiger Ware)

Nachweis über Zulassung des Fahrzeugs auf den Erwerber im Bestimmungsmitgliedstaat der Lieferung. Werden neue Fahrzeuge geliefert i.A. § 1b Abs. 2 UStG, muss zusätzlich die Fahrzeug-Identifikationsnummer angegeben werden.

Wir informieren Sie gerne über sämtliche Voraussetzungen die im Zusammenhang mit einer steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung verbunden sind.

Bei Bedarf vereinbaren Sie bitte zeitnah einen Beratungstermin.

Zurück