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Betriebsveranstaltung: Tipps zur 110€-Grenze

Wenn Sie als Arbeitgeber das Betriebsklima durch ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier, einen Betriebsausflug etc. fördern, müssen Sie zwei wichtige Einschränkungen beachten:

  • Damit für die Arbeitnehmer kein steuerpflichtiger Arbeitslohn entsteht, dürfen Sie pro Jahr nur zwei solcher Veranstaltungen durchführen.
  • Pro Arbeitnehmer gilt für jede Veranstaltung eine Freigrenze von 110 Euro (inkl. Umsatzsteuer). Wird diese auch nur geringfügig überschritten, wird Lohnsteuer (auf den Gesamtbetrag) fällig, die Sie als Arbeitgeber pauschal mit 25% übernehmen können, falls Sie die Mitarbeiter nicht belasten möchten. Doch sind die 110 Euro angesichts der allgemeinen Preissteigerungen überhaupt noch zeitgemäß? Mit dieser Frage musste sich nun der BFH befassen. Die obersten Steuerrichter haben da so ihre Bedenken.

    Für das Steuerjahr 2007 sei der Betrag zwar noch geeignet, um den Kontakt der Arbeitnehmer untereinander und damit das Betriebsklima zu fördern. Doch dann kommt der erhobene Zeigefinger in Richtung Finanzverwaltung, die erwägen sollte, „alsbald den Höchstbetrag, ab dem Zuwendungen des Arbeitgebers bei Betriebsveranstaltungen beim teilnehmenden Arbeitnehmer in vollem Umfang als lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn zu qualifizieren sind, neu auf der Grundlage von Erfahrungswissen zu überprüfen.“ Das Bundesfinanzministerium soll also die Freigrenze von 110 Euro anheben.

    Beachten Sie: Wie der BFH klarstellt, dürfen aber nur solche Kosten berücksichtigt werden, die den Rahmen und das Programm der Betriebsveranstaltung betreffen. Aufwendungen, die nicht direkt der Betriebsveranstaltungen zuzuordnen sind, wie z.B. Kosten der Buchhaltung oder für die Beschäftigung eines Event-Managers, sind daher weder in die Ermittlung der Freigrenze einzubeziehen noch in die Bemessungsgrundlage für die Pauschalsteuer (sofern die 110 Euro-Grenze überschritten wird).

    Zudem dürfen keine Kosten auf alle teilnehmenden Mitarbeiter umgelegt werden, die individualisierbar sind, z.B. Taxifahrten. Dieser Sachbezug ist nur den betreffenden Arbeitnehmern zuzurechnen, ggf. unter Anwendung der Freigrenze von 44 Euro.


Rechtstand: März 2013, alle Angaben ohne Gewähr

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